Viele glauben, Leder und Wasser vertragen sich nicht. Andere gehen davon aus, dass Leder allen Witterungsbedingungen standhält, solange es sich um „echtes Leder“ handelt. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Wie Leder auf Wasser reagiert, hängt von der Lederart, der Oberflächenbehandlung und der anschließenden Pflege ab.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, was tatsächlich zutrifft – und wie Sie Ihre Lederprodukte richtig schützen.
Ist Leder wasserabweisend?
Kurze Antwort: Ja – aber nicht unbegrenzt .
Leder ist ein Naturmaterial und reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Gelegentliche Regenschauer oder leichte Feuchtigkeit sind in der Regel kein Problem, aber wiederholtes Nässen, Einweichen oder unsachgemäßes Trocknen können zu Folgendem führen:
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Dehydration
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Verfärbung
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Steifheit
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Risse
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reduzierte Haltbarkeit
Mit der richtigen vorbeugenden Pflege lässt sich Leder jedoch deutlich wasserbeständiger machen.
Verschiedene Lederarten reagieren unterschiedlich auf Wasser.
Leder ist nicht gleich Leder. Hier sind einige gängige Lederarten und wie sie auf Feuchtigkeit reagieren:
▸ Glattleder
Glattes, oberflächenbehandeltes Leder ist relativ regenbeständig – insbesondere, wenn es mit Lederpflege oder Wachs behandelt wurde. Es wird häufig für Schuhe, Taschen und Möbel verwendet.
▸ Pflanzlich gegerbtes Leder
Dieses Leder hat eine offenere Struktur und saugt Wasser leichter auf. Es kann bei Nässe dunkle Flecken bekommen, entwickelt aber bei richtiger Pflege mit der Zeit eine schöne Patina.
▸ Geöltes oder gewachstes Leder
Geöltes und gewachstes Leder bietet einen natürlichen Schutz vor Feuchtigkeit. Lederfett oder -wachs eignen sich hier besonders gut, um diesen Schutz zu erhalten.
▸ Wildleder und Nubuk
Sehr empfindlich gegenüber Wasser. Erfordert Imprägnierung und spezielle Reinigungsmittel.
Was passiert, wenn Leder nass wird?
Wenn Leder sehr nass wird, kann Folgendes passieren:
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Das Wasser verdrängt die natürlichen Öle des Leders.
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Wenn das Leder trocknet, wird es steif.
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Die Oberfläche kann reißen, wenn das Fett nicht wiederhergestellt wird.
Nicht das Wasser selbst ist am gefährlichsten, sondern die Art und Weise, wie das Leder anschließend trocknet.
Was tun, wenn Ihr Leder nass wird?
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Langsam trocknen
Lassen Sie das Leder bei Zimmertemperatur an der Luft trocknen. Vermeiden Sie Heizkörper, Fußbodenheizung und Haartrockner. -
Form während des Trocknens
Stopfen Sie Schuhe oder Taschen mit Papier aus, damit sie ihre Form behalten. -
Das Leder rehydrieren
Wenn das Leder vollständig trocken ist, behandeln Sie es mit einem Lederbalsam oder einer Lederpflegecreme, um das Ölgleichgewicht wiederherzustellen. -
Für die Zukunft schützen
Je nach Lederart Imprägnierung, Wachs oder Fett verwenden.
Vorbeugender Schutz – wie man Leder wasserabweisender macht
Das Beste, was man für den Schutz von Leder tun kann, bevor es Feuchtigkeit ausgesetzt wird, ist, es zu schützen.
Lederbalsam & -pflege
Pflegt Leder und macht es widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, ohne es rutschig oder glänzend zu machen. Besonders geeignet für Taschen, Möbel und Glattleder.
Lederfett und -wachs
Bietet einen stärkeren Schutz vor Feuchtigkeit und eignet sich perfekt für Schuhe, Gürtel und geöltes Leder, das im Freien verwendet wird.
Imprägnierung
Eine gute Ergänzung, insbesondere für Schuhe und Oberbekleidung – funktioniert aber am besten in Kombination mit Pflegeprodukten , nicht als Ersatz.
Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
- Um Leder schnell mit Hitze zu trocknen
- Nasses Leder klumpig liegen lassen
- Nach dem Nasswerden nicht erneut einfetten.
- Verwendung des falschen Produkts für die falsche Lederart
Zusammenfassung – was sollten Sie sich merken?
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Leder ist nur bedingt wasserabweisend.
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Verschiedene Lederarten benötigen unterschiedlichen Schutz.
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Die richtige Pflege vor und nach dem Kontakt mit Feuchtigkeit ist entscheidend.
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Mit den richtigen Produkten kann Leder viele, viele Jahre halten.

